professionelle Studienberatung
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Nach dem Abitur den richtigen Beruf finden
Nach dem Abitur den richtigen Beruf finden

Orientierung für mentales Coaching: "gestalte dein eigenes Leben"

Abitur und dann? gestalte dein eigenes Leben

Das Leben bis zum Abitur ist häufig durch Anpassung geprägt, Wohlverhalten für ein Mindestmaß an Anerkennung und Wertschätzung, "Nein-Sager", "Querdenker" oder "Abweichler" sind wenig erwünscht. Für das psychologische Überleben ist Anpassung erforderlich. Nach dem Abitur heißt es, ein eigenes selbstgestaltetes Leben zu führen, häufig immer noch begleitet von unausgesprochenen Erwartungen anderer.

Die Erfahrungen sind durch Routinen, häufig selbst nicht genau bestimmbare Unzufriedenheit, ggfs. Konkurrenzdenken, Verurteilungen und Neid bzw. Ängsten bereits geprägt. Nun steht eine Entscheidung über einen Weg an, deren reale Einschätzung aufgrund fehlender Kenntnisse kaum möglich ist, und ein eigenes Leben zu führen bedeutet, sich selbst und seine Fähigkeiten möglichst erfolgreich und wirkungsvoll einbringen zu können. Gut gemeinte Ratschläge anderer geben häufig die üblichen Erfolgsfaktoren der Anpassung scheinbar bereits wieder vor, für einen Weg, deren Anforderungen und deren persönliche Affinität so genau nicht bekannt sind. Anpassung kann Interesse, Talent für etwas und die eigene Motivation nicht ersetzen.

Lebe Dein Leben und sei Du selbst

Also lebe Dein Leben und sei Du selbst, und wähle einen Weg, der gut für Dich ist. Das Leben und der Beruf kann bunt und aufregend sein, jeden Tag etwas Neues bringen, sei offen und neugierig für das, was auf Dich zukommt, mache das, was Dir leichtfällt, geradezu natürlich zufällt, und genieße alles und Deinen Weg zum Beruf. Entdecke Dich zunehmend selbst, drücke Dich aus und lebe Dein Leben, indem Du Dein inneres Selbst zum Ausdruck bringst, und lasse Dich von Deiner inneren Führung leiten, aber sei radikal aufrichtig zu Dir selbst.

Die innere Führung ruft nach Entfaltung, nach großer und tiefer Freude. Das Abitur kann ein Wendepunkt, ein Neuanfang sein, sich mit sich selbst und den wesentlichen Fragen zu beschäftigen, um ein selbstbestimmtes Leben, nicht in der Bequemlichkeit des Zufriedenseins mit dem bestehenden Zustand oder aus Angst vor Veränderungen oder Unannehmlichkeiten, sondern aus einer ganz persönlichen Motivation heraus, den eigenen Sehnsüchten entsprechend, einen Weg zu gehen, der die eigenen Talente, Fähigkeiten und Wünsche einzubringen und zu verwirklichen ermöglicht, um am Ende dann sagen zu können: "Ich habe es gut gemacht".

neue Denkgewohnheiten gewinnen

Das soziale Umfeld hat bislang durch das Dazu-Gehören-Wollen Einfluss gehabt. Jetzt gibt es die Freiheit zu entscheiden, was für Dich wichtig, wesentlich und nützlich ist, um Deine Vorstellungen umzusetzen. Das erfordert alte Muster und Gewohnheiten des Denkens, Fühlens und Verhaltens zu ändern und nach den individuellen Vorstellungen bzw. Erfordernissen auszurichten. Dazu ist es hilfreich zu wissen, wo ich jetzt stehe, eine Bestandsaufnahme meiner Person und meiner Talente, Interessen und Kompetenzen zu machen:

womit bin ich zufrieden? was kann ich gut? was interessiert mich?

was habe ich für Wünsche für die Zukunft? was motiviert mich?

was ruft nach Veränderung? was bedauere ich?

welche Gefühle sind unangenehm? welche Ängste habe ich?

Damit habe ich eine Basis, aus der ich das herleiten kann, was für mich gut ist, wofür ich mich am besten eigne und was am besten zu mir passt. Es zeigt auch auf, welche Verhaltensaspekte noch nicht ausreichen, was noch fehlt, um die anstehenden Anforderungen zu erfüllen. Erfahrungen und Gewohnheiten, die Hinweise für Schwierigkeiten aufzeigen können, das Neue als einen riesigen Berg, einen Mount Everest gleichsam, erscheinen zu lassen und somit Ängste hervorrufen können. Ein Hochgefühl über ein Abitur mag auch eine gewisse Naivität hervorrufen, und einhergehend eine gewisse Sorglosigkeit, klar, es ist ja unbekannt, also müssen Informationen gesammelt werden, um herauszufinden, was auf mich zukommt und was ich dafür tun muss. Damit erhalte ich eine Vorstellung von welchen Verhalten oder Einstellungen ich mich lösen muss.

Das Leben bis zum Abitur hat Muster des Denkens, Fühlens und Verhaltens geprägt, es war notwendig um zu "überleben". Abhängigkeiten und Prozesse der Wertschätzung riefen das hervor. Nun, zu Beginn der Gestaltung des eigenen Lebens können neue Muster generiert werden, die zur Gestaltung der bestehenden Beziehungen, aber auch für alle neu entstehenden Beziehung funktional sind. Auch ein Lösen von dem Vorbild oder Beispiel, das Eltern aufgrund Ihres Lebensweges geprägt hat, und eine den eigenen Erfordernissen und entsprechenden Maßstäben gestaltete Denk-, Gefühls- und Verhaltensmuster können durch Hinterfragen oder Durch-Denken selbst gestaltet werden.

Veränderungen störender Muster

Ein paar häufig zu beobachtende Muster sind:

- keine Zeit haben

Keine Zeit zu haben, bedeutet häufig alles viel zu schnell zu machen, auch Muße zum Ausgleich ist zur eigenen Entwicklung wichtig. Das Muster "ich habe keine Zeit" verstärkt häufig das Gefühl, keine Zeit zu haben. Folge der Schnelligkeit ist häufig Rastlosigkeit. Ich selber habe die Geschwindigkeit erzeugt, also kann ich Sie wieder ändern. Es ist genügend Zeit da, also nehme ich mir Zeit für das Wichtigste, für mich selbst. Ich entscheide mich für Langsamkeit, bei Unruhe z.B. durch Pausen oder Atmen. Der Mut zur Langsamkeit macht das Erleben voller und länger oder Verständnisprozesse häufig erst möglich. Gefühl von Mangel an Zeit beruht auf Angst, Zeit hängt aber davon ab, wie ich in ihr lebe, indem ich Dinge bewusst tue, achtsam und wach bin, bei dem, was ich tue, und gerade bei Neuen dann mehr aufnehmen und verstehen kann. Stress-Eile mit bewusster Langsamkeit entgegensteuern.

- das Leben ist anstrengend und schwer

Der Glaube, das alles anstrengend und schwer sein muss, entspricht den Vorstellungen anderer, ggfs. auch deren Ängste, um zur Leistung zu "motivieren". "Streng Dich an!", "Sei fleißig" entspricht den Grundanschauungen, wer sich nicht anstrengt, wird es zu nichts bringen, wer sich mehr anstrengt, hat mehr Erfolg. Dann dominieren Probleme, Anstrengungen und Mühsal die Grundstimmung, und stoßen bei sich nach Aufmerksamkeit und Liebe hungernden Kinder auf fruchtbaren Boden. In der Natur herrscht Leichtigkeit: das Wasser im Fluss will leicht fließen, sucht den Weg des geringsten Widerstandes. Also mit Mut und Entschiedenheit eine neue Einstellung, ein neues Lebensgefühl generieren, dass es spielerisch geht, sich der Leichtigkeit öffnen und sich vom kollektiven Schwere-Wahn befreien. Eine neue Vorstellung vom Leben mit einem Bild, dass sich das Leben radikal in Richtung Leichtigkeit verändern kann: leicht, spielerisch, fröhlich, das "Nein" zum Leben aufgeben; denn das ist ohne Ergebnisverlust möglich.

- Opfer spielen

"Wenn das nicht gewesen wäre, dann ginge es mir besser", ein typischer Satz, um anderen die Schuld für meine eigene Unzufriedenheit zu geben; d.h. ich suche nicht nach Lösungen, ich bewege mich innerlich oder äußerlich nicht und ich habe eine Entschuldigung dafür, am eigenen Zustand nichts zu ändern. Ich gebe meine Macht ab und erlebe Ohnmacht, anstatt meinen Weg selbst in die Hand zu nehmen. Andere zu verurteilen heißt sich selbst zum Opfer zu machen, weil das, was ist, ablehne, d.h. ich kreiere einen Täter und ich verurteile mich selbst durch mein Denken. Ich schränke meine Lebensqualität durch die Herstellung von Druck, Ärger, Spannung, Hilflosigkeit oder negativen Emotionen ein.

- sich Sorgen machen

Sorgen vergiften meine Gedankenwelt, also innerlich aufmerksam werden, um herauszufinden, in welchen Situationen ich das mache oder mich anstecken lasse, anstatt zu denken, dass alles positiv endet. Sorgen basieren auf Misstrauen oder Angst, sagen Nein zum Leben, anstatt dem Leben zu vertrauen. Sorgen, Zweifel oder Ängste durch anderes Denken beseitigen, sich für Vertrauen in Kräfte entscheiden, die das Leben mir schenkt, ich dadurch gut geführt werde und ich Sicherheit fühlen kann "ich habe alles in mir drin". Vertrauen als Gewohnheit macht gesund, stark und glücklich. Sorgen im Sinne, sich um den eigenen Körper, Entspannung oder Vorbereitung für Prüfungen zu kümmern, ist jedoch ein Signal zur Aufforderung für eine aktive Gestaltung.

- Wegmachen, was stört

Alles, was stört, ärgert und unangenehm ist, lehnen wir ab. Bei unangenehmen Gefühlen lenken wir uns ab, Kopfschmerzen oder Schlaflosigkeit beseitigen wir mit Tabletten, anstatt nach Ursachen zu fragen. Angst, Wut, Ärger, Schuld müssen weg. Mit einer Weg-Mach-Strategie führe ich mich selbst in ein unglückliches, schweres Leben. Die Trennung von Gut/Böse, Richtig/Falsch, Normal/Unnormal ist eine Entscheidung für nur einen Teil der Wirklichkeit, den anderen lehnen wir ab. "Entweder-Oder" anstatt "Sowohl-als auch", was eher die Wirklichkeit wiederspiegelt. Ich bin ordentlich, ich bin aber auch unordentlich. "Ich darf auch unordentlich sein" ebnet der Ordnung den Weg. Das ist paradox, aber so funktioniert das Leben.

Ich darf auch Angst haben, sich dieser Angst bewusst sein und sie aushalten können, also diese Angst annehmen und durch Annahme auf dem eignen Weg überwinden, ermöglicht einen erfolgreichen Weg. Der Weg in Unbekanntes kann Angst hervorrufen, Ängste lassen oder zulassen und mit Selbstvertrauen an alles Neue herangehen, bedeutet das Leben annehmen. Ich darf Stark-Sein als auch Schwach-Sein, Schwach-Sein abzulehnen bedeutet mit dem Leben in Konflikt zu geraten, beides anzunehmen gehört zur wirkungsvollen Gestaltung des eigenen Lebens dazu.

- mich selbst und andere verurteilen

Verurteilen hat krankmachende Folgen, es ist ein Selbstverurteilen, es erschafft und verlängert die eigene Unzufriedenheit. Akzeptieren, was ist, auch Unfreundlichkeit oder Provokation, ist ein leichterer Umgang mit dem Anlass. Insofern ist es sinnvoll, seine Gedanken bewusst zu denken, wen oder was ich in Gedanken verurteile: schlecht, unfreundlich, rücksichtslos, ärgern mich, machen mir das Leben schwer. Es ist o.k., es einzuordnen, nicht das zu verurteilen, was wir nicht wählen/tun - das ist ein Unterschied -. Ich mache es so, wer es anders machen möchte, mache es so. Einfach annehmen, was und wie es ist, und nach Wegen suchen, damit am besten umzugehen.

Häufig verurteilen wir andere bei dem, was wir für unser Leben ausgrenzen wollen, was wir meinen, nicht sein zu wollen oder zu sein: z.B. rücksichtslos, egoistisch, unordentlich, arrogant, aggressiv. Ich lehne das ab, ich bin es aber auch! Verurteilung ist eine begrenzte Wahrnehmung meiner Person, anderer und des Lebens. Verurteilung annehmen und durch Einbettung in erweiterte Zusammenhänge oder normale Lebenssituationen zurücknehmen.

- sich ärgern und Wut ansammeln

Ärger ist eine Angewohnheit, die nicht andere, sondern mich selbst betrifft. Ich schade mir, weil ich die Situation nicht akzeptiere, meine Aufmerksamkeit nicht auf Lösungen, der Bewältigung der Situation oder eine angemessene Reaktion konzentriere, sondern von meinem Innerem weggehe, ggfs. ablenke von Leere, Langeweile, empfundene Sinnlosigkeit, Einsamkeit, Ohnmacht oder Hilfslosigkeit. Diese Empfindungen gehören zum Leben dazu, gerade in schwierigen Situationen machen sie sich besonders bemerkbar. Es ist wichtig, sich immer seiner eigenen Situation bewusst sein. Innehalten, tief durchatmen und selbst bestimmen, wie ich innerlich auf etwas reagiere. Ein geeignetes Mittel, ist sofort ins Neue oder eine neue Situation zu springen (d.h. sofort loslassen und sofort vergessen).

Ärger oder Wut ansammeln bedeutet dann, nicht mit sich im Frieden zu sein, also achtsam schauen, wann oder worüber ich mich ärgere und wie ich damit umgehe. Sich dann seiner Situation bewusst zu sein, sie nicht in seine Reaktion einfließen zu lassen.

- sich nicht auf Negatives konzentrieren

Die eigene Perspektive zu sich selbst, andere oder die Umwelt, beeinflusst meine Fähigkeit, angemessen reagieren zu können. Auf das Gute schauen, Aspekte der eigenen Zufriedenheit erkennen, Möglichkeiten oder Chancen sehen, Optimismus haben und Anerkennung bemerken, schafft eine gelassenere oder ausgeglichenere Stimmung, nicht etwas, worüber wir uns ärgern oder Sorgen machen. Also sich selber aufbauen, ermutigen, stärker und sicherer machen, immer auf der Suche nach Schönem, Positivem, Wunderbarem und den Stärken sein.

"Fehler" sind positive Hinweise, bedeuten nicht sich schuldig zu fühlen, es sind Erfahrungen, auf denen ich aufbauen kann. Auch schwierige Wege respektieren, auf denen Fehler passieren können, auf dem es anfangs nicht optimal läuft. Es entsteht eine neue Betrachtungsweise unseres Lebens, d.h. sich selbst, das Leben und Andere anders sehen. Andere Menschen mehr anerkennen, erfassen, verstehen; wenn etwas trifft, sich um alte Wunden kümmern. "Du darfst genauso sein, wie Du bist/ich darf so sein, wie ich bin"

- perfekt sein zu wollen

Niemand muss vollkommen sein, jeder kann Fehler machen, es kann auch etwas misslingen. Fehler und Misserfolge führen zu Ziel und Erfolg. Immer das Beste geben. Jeder ist nur so perfekt, wie er gerade sein kann: aus Begrenzung kann ich Ausdehnung machen, aus Unklarheit Klarheit, aus Unbewusstheit Bewusstheit. Das So-Sein-wie-ich-bin ist in Ordnung, ich erlaube mir das.

- sich Liebe, Lob und Anerkennung verdienen

Lob, Anerkennung oder Bestätigung zu erhalten, empfindet jeder als angenehm und tut auch gut. Sich danach zu sehnen, führt zu Abhängigkeit, eine innere Leere füllen zu wollen, kann die Suche nach eigener Erfüllung nicht ersetzen. Glückliche Menschen können bewusst genießen, sie brauchen die Anerkennung oder Bestätigung nicht. Sich Anerkennung oder Bestätigung durch Arbeit oder Leistung verdienen zu wollen, kann bedeuten, sich selbst verbiegen zu müssen und gegen eigene Wahrheit verstoßen zu müssen, wenn es über eine oberflächliche Anpassung hinaus geht. Anerkennung oder Liebe kann ich nicht nur in mir selbst finden anstatt sie uns selbst zu entziehen oder vorzuenthalten: "Ich bin o.k.", geistig zu anderen eine innere Distanz herstellen. Ich bin liebenswert und kann mir alle Liebe schenken mit Anerkennung, Wertschätzung, Dank und Würdigung, verstärke den Weg der Selbstliebe: die Welt kann mich nicht mehr lieben als ich mich selbst liebe. Nur Aufrichtigkeit zu sich selbst ist unerlässlich.

- Sehnsucht nach Dankbarkeit, Lob und Anerkennung einer Opferleistung

"So wie ich bin, bin ich in Ordnung", niemand muss sich Liebe verdienen, nach der Devise von Eltern: "mach dich nützlich", "sei fleißig" oder "zeige, dass du zu etwas zu gebrauchen bist". Jeder sollte gut über sich denken und sich selbst annehmen können. Jeder möchte wahrgenommen und gewürdigt werden, verstanden und angenommen werden, Lächeln und Ermutigung erhalten, Trost und Mitgefühl bekommen: "Sie wie du bist, so ist es in Ordnung"

- seine Gefühle verstecken oder verdrängen

Die Begegnung zweier Menschen ist häufig ein Aufeinandertreffen von Meinungen, Überzeugungen und Gedanken, es wird ab-, eingeschätzt, gemustert, ge- und verurteilt anstatt Gefühle wahrzunehmen und zu zeigen, z.B. "Sie haben eine freundliche Ausstrahlung, da fühle ich mich gleich wohl". Normal sind eher Forderungen, Wünsche und Erwartungen, eher das Verdrängen von Gefühlen, anstatt zuhören und mitfühlen. Das Fühlen schöner Gefühle wie Freude, Vertrauen, Sicherheit, Geborgenheit und Annahme be- oder verhindert Angst und Ärger. Die Annahme abgelehnter Gefühle durch Bejahung lassen sie in Fließen kommen und verlassen uns. Daher sich seine Ablenkungsmechanismen anschauen, innehalten, seine inneren Gefühle wahrnehmen, und deren körperliche Empfindung verändern.

- seinen Körper missbrauchen und krankmachen

Das Wissen um seine eigenen Funktionsabläufe, das, was der Körper braucht, bedeutet Macht über seinen Körper zu übernehmen, meine Gedanken und Gefühle bestimmen meinen körperlichen Zustand. Körperliche Signale für Veränderungen wahrnehmen und seine Gedanken, Gefühle und Einstellungen zum Leben anschauen und im Bewusstsein neues Denken, Fühlen und Verhalten nach dem ausrichten, was dem Körper guttut und er braucht.

- sich mit anderen vergleichen und konkurrieren

Konkurrenz soll Anstrengung und Leistung hervorrufen, also Lob und Anerkennung suggerierend ankündigen bzw. bei gegenteiligem Verhalten weniger Zuwendung erwarten lassen; d.h. sei normal, bringe es zu etwas und sei glücklich.

Mit Vergleichen und Konkurrieren mache ich mich unglücklich, Kontakt, Kommunikation und die Freude gemeinsamer spielerischer Neugier schaffen positive Gefühle; d.h. aber nicht Konkurrenz in der Welt zu leugnen und sich ihr zu stellen, nur nicht sich die negativen Folgen zu eigen zu machen wie Neid, Missgunst oder sich von Erwartungen anderer abhängig machen. Seine eigenen Möglichkeiten aus Selbstliebe zu erweitern, um seiner selbst willen das Beste geben zu wollen ändert nur die Perspektive und das Motiv, etwas für sich erreichen zu wollen.

- sich in die Angelegenheiten anderer einzumischen

Sich bewusst zu sein, was unsere Angelegenheiten sind und was nicht, ist wichtig, auch mögliche Spekulationen über die Bedeutung des Verhaltens anderer auflösen, seine unwahren, unbewussten Gedanken aufdecken und sich aus Leidenszuständen befreien. Innerlich bei sich sein und bleiben, sich um sein inneres und äußeres Wohlergehen kümmern: "kümmere Dich um das Wesentliche - um Dich selbst", nicht gedanklich in Angelegenheiten anderer sein.

- an der Vergangenheit kleben und festhalten

Gedanken und Gefühle aus der Vergangenheit belasten die Gegenwart. Um sein Leben frei zu gestalten, wie ich es will, muss ich die Vergangenheit loslassen: "ohne Deine Vergangenheit bist Du sofort frei". Die Vergangenheit loslassen, nicht mit Ablehnung (schwer, unangenehm, unerträglich), sondern durch Annahme, Würdigung und Anerkennung und ggfs. die Gefühle annehmen.

1. Übernimm Verantwortung als Schöpfer Deiner Wirklichkeit

Mit einer Grundhaltung von Leichtigkeit, Frieden und Gesundheit an mein Leben herangehen. Ich habe alles in meinem Leben erschaffen, also übernehme ich Verantwortung für meine Gedanken, Gefühle und Handlungen, also die Ereignisse und Zustände in meinem Leben. Verantwortung bedeutet nicht schuld sein, sondern führt in die Kraft, um zukünftig bewusst und liebevoll eine neue Lebenswirklichkeit zu erschaffen.

- ich bin Schöpfer und kein Opfer

Wir selbst sind unsere eigenen Gestalter, kreative und mit großer schöpferischer Kraft ausgestattete Wesen, nur sind wir uns häufig nicht bewusst, dass wir durch unser eigenes Denken, Fühlen und Verhalten das kreieren. Niemand kann nicht denken, nur unbewusst denken. Was ich denke, erschaffe ich, damit kann ich meine Zukunft bewusst erschaffen. Alles hat zuerst als Gedanke existiert und bringt es dann in materielle Wirklichkeit.

ich erschaffe mein Leben, meine Wirklichkeit, so wie ich sie erlebe

ich erschaffe mich selbst, ich arbeite ständig an mir,
ich verändere mich fortlaufend, ich bin immer im
Werden

wenn ich neue Gedanken gedacht habe, verändere ich mich

ich bin weit mehr als ich in kühnsten Träumen  vorstellen könnte

Es ist es wert, mal neugierig darauf zu sein, herauszufinden, wie ich mein Leben bisher erschaffen habe, wie ich es fertiggebracht habe, mein Leben zu erschaffen, wie ich es in der Gegenwart erscheint, was ich bisher gelebt habe.

- aus Ohnmacht wird Macht

Wenn mir etwas nicht gelang, auf wen schiebe ich die Verantwortung? Ich muss mich dabei nicht für alles schuldig erklären! Verantwortung übernehmen heißt, sich selbst als kreativer Geist anzuerkennen, auch wenn ich nicht genau weiß, wie ich das alles erschaffen habe. Ich öffne mich aber dem Gedanken, dass ich es war, der alles erschaffen hat, was mir begegnet ist, in meinem Körper, in meinem Leben, alle Ereignisse, alle Zustände, alles Negative wie Positive in meinem Leben. Wie konnte das geschehen, nur durch mein unbewusstes Erschaffen, ich bin Opfer meiner Gedanken.

Jetzt kann ich bewusster Schöpfer meines Lebens sein, die Macht über mich selbst wieder zurückerhalten, weil ich Macht habe, mein Leben selbst zu erschaffen. nur weiß ich nicht wie. Ich akzeptiere, dass sie jetzt da ist, dass sie im Moment da ist.

- was ich heute erlebe, habe ich gestern gesät

Alles, was heute in meinem Körper ist, habe ich erschaffen, alles worüber er sich freut, aber auch Ohnmacht und Ängste. Was der zeigt, bestand vorher im Geist. Zu schnell, zu viel Druck gemacht, nicht zuhören (sich überfordern?), unterdrückt, was eigentlich ausgedrückt werden wollte? Wie viel Freude, Begeisterung, Glücksgefühl und Frieden habe ich erzeugt, habe ich dafür zu wenig gesorgt? Freude und Wohlgefühl machen vieles leichter.

Bewusst denken, bedeutet herauszufinden, welche Mängelzustände ich erschaffen habe, wie ich über mich selbst denke, wie es in mir denkt über das Leben oder Mitmenschen. Unbewusste Gedanken sind genauso wirkungsvoll wie bewusste Gedanken, welche habe ich womöglich immer wieder wiederholt.

Ich bin einmalig, einzigartig, liebenswert und voller Talente. Ich habe ein herrliches Leben verdient und Recht auf das erwünschte Leben. Das Selbst-Bild ist häufig selbst-kritisch, kann es aber in positive und konstruktive Einstellung zu mir selbst und zum Leben verändern, indem ich ein positives Selbstbild mir zu eigen und bewusst mache. Was ich über mich denke, erlebe ich im Außen an der Reaktion anderer Menschen, andere sind der Spiegel, was ich über mich denke. Ändere ich mein Denken, denke ich trotz Zweifel neue Gedanken und gewöhne ich mich an neue Gedanken, bin ich der Schöpfer meines Lebens, beginne ich Neues zu erschaffen, gewinne ich eine neue Einstellung ändert sich meine Ausstrahlung. Entscheide neu, was Du neu denken willst über Dich selbst, das Leben.

 2. Akzeptiere, was ist

Alles, was ist, ist, ohne jede Bewertung, es ist nicht gut oder schlecht. Es ist. Alles, was ist, hat Sinn oder Bedeutung, auch wenn ich diese erst später erkenne. Alles, was mir im Leben begegnet, wünscht sich meine Wahrnehmung, eine annehmende Haltung, es hat seine Berechtigung, es darf da sein.

Etwas Unangenehmes abzuweisen, heißt, dass ich nicht will, dass es da ist. Eine Ablehnung, dessen, was ist, schafft erst ein Problem, denn das, was ist, schafft kein Problem, erst die Ablehnung. Die macht das Leben schwer. Auch etwas nicht wahrhaben wollen, davonlaufen, nicht anschauen, nicht so annehmen, wie es uns jetzt begegnet, erst das schafft einen Konflikt. Der kann mit eigenen, in mir liegenden Ansichten zusammenhängen, was lehne ich ab, was verdränge ich, worüber ärgere ich mich immer wieder, wovor habe ich Angst, wovor laufe ich davon? oder ich kann es annehmen. Damit kann ich es verändern und es verändert sich. Nicht-Annehmen bedeutet negative oder destruktive Gefühle herzustellen und den darin steckenden Sinn nicht aufspüren zu wollen, anstatt durch Innehalten nach innen zu gehen und Auflösung zu ermöglichen. Nur Angenommenes kann sich verändern und weiterentwickeln. Sich selbst als Schöpfer erkennen und diesem Ungeliebten und Unangenehmen Achtsamkeit schenken und somit zulassen und ändern. Nur das Abgelehnte bleibt. Alles Schwere kann sich so in Leichtigkeit verwandeln, alle Konflikte in Frieden. Alles, alle Erscheinungen annehmen, bringt die Dinge ins Fließen, öffnet den Weg zur Veränderung.

3. Nimm deine Urteile zurück und vergebe

Das Ablehnen von Dingen oder Menschen bzw. deren Verhalten, Worte und Taten erzeugen Probleme, sich selbst, andere oder das Leben verurteilen. Es ist nicht bewusst, sich selber verurteilt zu haben, dieses kritische, negative oder destruktive Selbstbild angenommen zu haben. Es kann durch Bedingungen der Eltern "sauber", "brav", "pünktlich", "fleißig" etc. zu sein oder durch Lebensumstände und dann "ein guter Mensch sein zu wollen", was Verrat an uns selbst, weil wir das per se sind, entstanden sein. Die sich selbst verurteilende oder sich selbst entziehende Grundeinstellung kann ich ändern. Ich bin schlecht oder erst gut, wenn ich bestimme Dinge tue, es ist Angst, nicht gut genug zu sein, von anderen abgelehnt zu werden, als schlechter Mensch angesehen zu werden, sich zu blamieren, allein dazu stehen oder verlassen zu werden. Bringe die schönen Seiten ans Licht, das Leben ist zum Feiern, Lachen, Lieben.

Im Alltag kann ich anders und neu mit mir umgehen, ich kann ein wirklich bewusstes Verhältnis zu mir aufbauen und mich selbst ganz annehmen und lieben lernen. Ich kann Frieden mit der eigenen Vergangenheit machen, meinen Weg anerkennen, alles Geschehene annehmen und Frieden finden mit allen Menschen, Ereignissen, allen Verletzungen und Enttäuschungen.

Jede erlebte Hilfslosigkeit, Ärger oder Ohnmacht, sind ein Segen, ohne die ich denken würde, bei mir sei alles in Ordnung. Ich strahle das aus, unsichtbar, aber andere fühlen es. Zu sich stehen, selbstbewusst.  Durch jede dieser Situationen aufwachen, nicht aufgedeckte Selbstverurteilung aufzudecken und aufzulösen. Ärger nutzen, um mit sich ins Reine zu kommen, und mit Freude durch das Leben zu gehen.

4. Fühle Deine Gefühle bewusst und annehmend

Die Seele liebt neue Erfahrungen. Ich selbst bin Schöpfer jeder Emotion (Angst, Wut, Ohnmacht, Neid, Einsamkeit etc.), also kann ich sie annehmen. Wenn es uns schlecht geht, denken wir uns schlecht, wir erzeugen die Gefühle in uns, im Unterschied zu körperlichen Empfindungen wie Enge, Druck, Spannung. Gefühle werden durch Gedanken erzeugt, meist durch unbewusstes Denken "ich muss mich ändern, ich bin nicht in Ordnung, ich nicht liebenswert". Diese Gefühle erfahren und annehmen. Nicht darunter leiden, sondern Freude und Begeisterung fühlen.

5. Triff eine neue Wahl, entscheide dich anders

Ich kann neue Gedanken denken, Gedanken, die mit Leichtigkeit, Frieden und Freude verbunden sind. Die Art, wie ich den Tag lebe, spiegelt die Entscheidungen für die neuen Gedanken, für Bewusstheit, für Macht und für mich als Schöpfer meines eigenen Lebens wieder: liebevoll, freundlich, Neues erwartend.

Bewusst wählen und pflegen, wach und da sein, wenn ich etwas tue. Aufmerksamkeit und Achtsamkeit, Gegenwärtigkeit, aufmerksam für das Geschehen in der Gegenwart, im Jetzt, üben, alles, was ich tue, bewusst zu tun, bewusst denken, bewusst machen, was ich gerade denke. Sich auf das konzentrieren, was im Moment das Wichtigste ist; d.h. sich um meine Gedanken kümmern, um meine Gefühle, um meinem Körper, um meine Herzenswünsche, um meine Freude. Sich bewusst für Freude, Lachen und Begeisterung entscheiden. Eigenkompetenz und Selbstbewusstsein entwickeln sowie eine Veränderung in meiner Einstellung herbeiführen.

Vor der Freiheit steht Klarheit, wer bin ich und was will ich? Bin ich offen für Neues im Leben? wie frei fühle ich mich wirklich: im Leben, in Beziehungen, in Arbeit oder im Körper? Unfreiheit entsteht durch Nachahmung, Wunsch nach Anerkennung und Liebe, da kann ich neu entscheiden:

- uns selbst alle Anerkennung und Liebe schenken, die wir uns wünschen

- anderen die Freiheit zu lassen, über uns zu denken und zu sprechen, was sie wollen

Ich gestehe mir die Freiheit zu, meinen eigenen Weg zu gehen, meinem Herzen treu zu sein, die Wahrheit in mir zu suchen und zu leben. Ich lebe nicht, um es anderen recht zu machen, sondern folge meiner inneren Stimme, der Stimme meines Herzens. Erster spontaner Impuls kommt vom Herzen, danach der Verstand mit Bedenken, Ängsten, Vorsichtsmaßnahmen und Kritik. Ich entscheide mich für Vertrauen, nicht Angst. Was wirklich Freude macht, kann nicht falsch sein. Das Gefühl gibt die Richtung vor, der Verstand das Analysieren und Organisieren. Das Umsetzen richtet sich beim Was nach dem Herzen, beim Wie nach dem Verstand.

Der Fluss des Lebens ist eine ununterbrochene Bewegung und unablässige Veränderung. Akzeptiere die ständige Bewegung des Lebens, und verfolge weiterhin deine Ziele. Festhalten heißt Widerstand gegen das Leben, heißt Nein zum Fluss des Lebens. Es ist, wie es ist, und alles, was ist, hat seinen Sinn, also den Sinn begreifen. Das Mitfließen heißt Zeit für Neues, jeden Tag, oder hier stimmt etwas nicht für Dich. Ein Abschied ist ein Neuanfang, Aufbruch und Reise ins Leben. Jeder Tag ist neu, d.h. neu wählen, was ich will und wer ich sein will, wie ich reagiere, wie ich erfahre, und im Fluss des Lebens für Freude und Leichtigkeit sorgen. Leben findet jetzt statt, in diesem für uns spürbaren Moment.

Sich selbst dem Leben anvertrauen

6. Freiheit von der Vergangenheit finden

Ohne deine Vergangenheit bist du sofort frei. Loslassen durch neue Betrachtungsweise, den Sinn des Erlebten erkennen. Sich lösen von inneren Abhängigkeiten, das erworbene Bild durch eigene Gedanken und Vorstellungen ersetzen und selbst entscheiden, was ich leben will.

7. Lebe Dein Leben

Sich selbst (s)einen Sinn geben, sonst ist es ein unbewusstes Leben. Das Denken, Sprechen und Handeln jeden Tag auf das Wichtigste ausrichten. Was wünscht Du Dir? Nimm Dir Zeit für Stille, egal wo, und höre auf Dein Herz. Die Stille öffnet die Tür zur Inspiration, zum intuitiven Wissen, zu den Signalen aus dem Innerem. Der Stimme des Herzens zu folgen bedeutet Freude nicht verpassen zu können. Bleibe bei Dir selbst und nehme Dir Zeiten des Rückzuges nach innen.

Ein Blick vom Ende her, ein vorweggenommener Rückblick justiert Richtung und Ziel:

  • auf Sehnsucht des Herzens gehört zu haben
  • neu begonnen zu haben
  • aufgewacht zu sein und das Leben neu angeschaut zu haben
  • Entscheidungen getroffen zu haben, die mich auf die Bahn brachten

vgl. dazu  RobertBetz  

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